Dienstag, 17. Februar 2015

Wismar - Gebäude in Wismar

Als Weltkulturerbe steht die Hansestadt seit Mai 2002 zusammen mit der Altstadt der Hansestadt Stralsund unter dem besonderen Schutz derUNESCO.[28]

Marktplatz und Umgebung[Bearbeiten]

Der 100 mal 100 Meter große Marktplatz ist einer der größten Norddeutschlands. Auf ihm befindet sich ein Wahrzeichen der Stadt, die Wismarer Wasserkunst von 1602 im Renaissancestil.
Am Markt stehen
In der Umgebung des Marktes verdienen die zahlreichen hervorragend sanierten Straßenzüge mit mittelalterlichen bis klassizistischen Giebelhäusern Beachtung. Hinter dem Rathaus am Rudolph-Karstadt-Platz in der Fußgängerzone befindet sich das Stammhaus des Warenhauskonzerns Karstadt. Das Gebäude in seiner heutigen Erscheinung stammt aus dem Jahr 1908, Umbau 1931. Sehenswert ist das historische Treppenhaus und das kleine Museum im Erdgeschoss.
Bemerkenswert ist der Fürstenhof aus der Backsteinrenaissance, reich verziert mit Terrakotten aus der Werkstatt des Lübecker Künstlers Statius von Düren. Im Fürstenhof befindet sich heute das örtliche Amtsgericht.

Kirchen[Bearbeiten]

Die Innenstadtkirchen sind Zeugnisse der Backsteingotik:
Von den drei gotischen Hauptkirchen (NikolaikircheGeorgenkirche und Marienkirche) war am Ende des Zweiten Weltkriegs nur noch die Nikolaikirche weitgehend erhalten. Die anderen beiden großen Stadtkirchen waren durch Fliegerbomben schwer beschädigt.
  • Die Nikolaikirche wurde als dreischiffige Basilika von 1381 bis 1487 als Kirche der Seefahrer und Fischer erbaut. Charakteristisches Merkmal ist das Kirchenschiff, das zu den höchsten Deutschlands gehört. In der Kirche ist u. a. die aus der Marienkirche stammende Taufkessel von 1337 ausgestellt.
  • Durch Luftminen wurde das Kirchenschiff von St. Marien sehr stark zerstört. Der Turm blieb dabei erhalten. 1960 wurde die Ruine des Kirchenschiffs gesprengt. Im Turm, der auch als Seezeichen diente, findet aktuell die Ausstellung Wege zur Backsteingotik statt.
  • St. Georgen wurde seit der Wiedervereinigung wieder aufgebaut, im Mai 2010 fand ein vorläufiger Abschluss der Rekonstruktionsarbeiten mit einem Festakt statt.
  • Die Heiligen-Geist-Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die gut erhaltene Kirche ist Hauptbau des Heiligen-Geist-Hospitales in der Lübschen Straße.
  • Die katholische Laurentiuskirche wurde 1901/02 im neuromanischen Stil errichtet.
  • Die Neue Kirche wurde als evangelische Notkirche 1951 neben der schwer bombenbeschädigten Marienkirche errichtet.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Unweit der Nicolaikirche befindet sich das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar im bauhistorisch bedeutsamen Schabbellhaus. Diese Ausstellungsflächen bleiben voraussichtlich bis 2015 infolge umfangreicher Umbaumaßnahmen für den Besucherverkehr geschlossen.
Interessant sind auch der historische Alte Hafen mit dem Wassertor, dem letzten erhaltenen Stadttor Wismars (von ursprünglich fünf Toren) und der südlichen Ostseeküste, dem so genannten Gewölbe und dem Nachbau der Poeler Kogge, deren Heimathafen der Wismarer Alte Hafen ist. Dort befindet sich auch das Baumhaus mit zwei Repliken derSchwedenköpfe, Wismars Wahrzeichen, vor dem Hauseingang.
Ebenfalls zu den mittelalterlichen Zeugen der Hansestadt gehört der Alte Wasserturm, der letzte erhaltene Wehrturm der Stadtbefestigung, der 1685 zum Wasserturm ausgebaut wurde. Von 1897 stammt der Wasserturm am Turnplatz, ein 28 Meter hoher, neogotischer Backsteinturm.
Außerhalb der Altstadt ist das Ensemble der Landesgartenschau von 2002 mit Aussichtsturm sehenswert, sowie der Tierpark und das Technische Landesmuseum.

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