Katholische Stadtkirche St. Michael [Bearbeiten]
Spätestens 1272, Baureste stammen aus noch früherer Zeit, wurde in der Oberstadt eine Kapelle dem
Erzengel Michael geweiht. Diese und Nachfolgebauten fielen verschiedene Stadtbränden zum Opfer. In ihrer heutigen Gestalt ist die Kirche durch den Umbau und die Erweiterungen von 1926 geprägt, wobei der Kirchenbaumeister
Otto Linder vor allem im Turmbereich noch alte Elemente mit einbezogen hat. Der Grundriss zeigt heute ein Kreuz mit drei etwa gleich großen Schiffen. Das Äußere mit seinem
Bruchsteinmauerwerk mutet zwar mittelalterlich an, aber die Parabeln von Tor- und Fensterbögen sowie der Fries unter der Dachttraufe sind Formen des
Jugendstils. Der Jugendstil prägt auch im Innern die dreifach gegliederte Kuppel und die Tonnengewölbe. Die Neugestaltung des Altarbereichs und der Bestuhlung von 1969 trägt der
Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils Rechnung. Die bemerkenswerten Glasfenster der Jugendstil-Künstlerin
Maria Hiller-Föll thematisieren die Legenden der Erzengel.
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