Dienstag, 16. Februar 2010

Wallfahrtskirche "Maria in der Tanne" in Triberg

Die Wurzeln der Wallfahrt in Triberg reichen zurück bis ins Jahr 1644. In diesem Jahr wurde die kleine Barbara Franz durch das Wasser einer nahegelegenen Quelle von ihrem Augenleiden geheilt. Nur ein Jahr später geschah ein weiteres Wunder: der Schneidermeister Friedrich Schwab wurde durch die Waschung mit dem Quellwasser von seinem Aussatz erlöst. Aus Dankbarkeit stellte er eine kleine Marienstatue in die Höhlung einer Tanne – daher auch
der Name der Kirche: „Maria in der Tanne“. Die Statue geriet jedoch in Vergessenheit, bis im Jahre 1692 drei Tiroler Soldaten die Statue wieder entdeckten. Sie waren durch lieblichen Gesang auf sie aufmerksam geworden. Daraufhin wurde zunächst eine Holzkapelle und später eine einfache Steinkapelle gebaut, bis dann zwischen 1699 und 1705 die heutige Wallfahrtskirche errichtet wurde. In der Kirche bietet sich dem Besucher eine barocke Pracht. Besonders schön sind der Hochaltar und die Kanzel von dem Villinger Bildhauer Schupp.
Neben der Wallfahrtskirche befindet sich in reizvoller Lage das Mesnerhäuschen. Das kleine Fachwerkhäuschen ist das zweitälteste Gebäude Tribergs und stammt aus dem Jahr 1697. Das Mesnerhäuschen diente nicht nur dem Mesner als Wohnsitz, sondern auch dem jeweiligen Wallfahrtsbruder und dem Geistlichen. 1913 erwarb die Stadt das Häuschen und errichtete hier das erste Heimatmuseum Tribergs, bis 1940 der Eigentümer wieder die Kirche wurde. Bei einer Renovierung wurde sogar ein Schatz gefunden. Sie möchten wissen, welcher? Dann besuchen Sie das Mesnerhäuschen und Sie werden es erfahren!
Wallfahrtskirche "Maria in der Tann", Clemens-Maria-Hofbauer-Str.
78098 Triberg im Schwarzwald

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